Aquarium: Gesundheitsvorsorge für Aquarienbewohner

Fische, die unter ungünstigen Bedingungen im Aquarium gehalten werden, können sehr schnell erkranken. Daher sollte stets ein wachsames Auge auf das Wasser sowie auf die darin schwimmenden Bewohner geworfen werden. Sind die Fische krank, so liegt das zumeist am Wasser. Daher sollte ein im zweiwöchigen Abstand stattfindender Teilwasserwechsel obligatorisch sein. Hierbei wird etwa ein Viertel des Wassers abgeschöpft und durch frisches Leitungswasser ersetzt. Da hierbei dem Aquarium Leitungswasser zugesetzt wird, das gegebenenfalls mit Chlor versetzt sein kann, ist die Zugabe eines Wasseraufbereiters sehr sinnvoll.

Der Wasseraufbereiter bindet die Schadstoffe und neutralisiert das Chlor, das vielerorts zur Desinfektion des Trinkwassers beigemengt wird. Das im Leitungswasser enthaltene Chlor schädigt unter anderem die Schleimhaut der Aquarium Fische. Im Rahmen des Teilwasserwechsels können auch etwaige Mulmansammlungen abgesaugt und die Scheiben gereinigt werden. Außerdem sollten Sie das im Filter enthaltene Material im ein- bis zweiwöchigen Turnus auswaschen, beziehungsweise auswechseln.

Aquarium neu einrichten

Möchte man ein Aquarium neu einrichten, so ist ein Fischbesatz in der Regel erst nach einem Zeitraum von zwei Wochen möglich. Diesen Zeitraum benötigt das Wasser, um fischgerecht aufbereitet und mit nützlichen Mikroorganismen angereichert zu werden. Möchten Sie nicht so lange warten, dann empfiehlt sich die Zugabe eines Aquarium-Starters. Durch das Mittel werden ebenfalls Schadstoffe gebunden, zum Beispiel Nitrit. Außerdem sind darin hochaktive Reinigungsbakterien enthalten und wichtige Enzyme.

Wenn Fische erkranken…

Eine gute Hygiene ist das A und O, wenn man die Tiere im Aquarium ein Leben lang fit und gesund halten möchte. Dennoch werden manche Fische krank, obwohl die Wasserqualität ausgezeichnet ist. Das kann zum Beispiel durch das Einschleppen von Krankheitserregern geschehen. Insbesondere beim Zukauf von Fischen sollten diese vorerst etwa zwei Wochen in Quarantäne und diesbezüglich unter Beobachtung gehalten werden. Verhalten sich die Fische normal und zeigen keine Anzeichen einer Krankheit, so können sie zu dem Altbestand dazugesetzt werden.

Fische reagieren besonders empfindlich auf Stress

Ein weiterer Grund, weshalb ein Fisch in einem gesunden Biotop erkrankt, kann Stress sein. Fische reagieren extrem empfindlich auf Stress und zeigen diesbezüglich eine Schwächung des Immunsystems, so dass Krankheitserreger nicht mehr abgewehrt werden können. So ist es an und für sich immer schlecht, wenn sich zu viele Tiere in einem Becken aufhalten. Auch Rangordnungskämpfe und Konkurrenz setzen die Fische unter Stress, so dass diese an den diversesten Krankheiten leiden.

So sollte zum Beispiel von einer Vergesellschaftung mit aggressiven Fischen abgesehen werden. Manche Fischarten verteidigen ihr Territorium gegen Eindringlinge, auch wenn diese anderen Arten angehören. Zudem ist bei manchen Arten Vorsicht geboten. So stehen zum Beispiel die Blaubandbärblinge im Ruf, bei Nahrungsmangel andere Fische anzuknabbern und diesbezüglich Wunden herbeizuführen, die sich entzünden können. Außerdem leiden die Fische unter Stress, wenn sie sehr oft gefangen und transportiert werden. Daher sollten die Tiere wirklich nur dann, wenn es unbedingt nötig ist, mit dem Kescher eingefangen werden.

Weitere Tipps für gesunde Aquarienbewohner

Außerdem spielt auch die Wassertemperatur im Aquarium eine Rolle bei der Gesunderhaltung der Fische. So ist eine konstante Temperatur in der Regel immer besser als starke Temperaturschwankungen. Des Weiteren sollte nicht zu viel Futter in das Aquarium gegeben werden. Nicht benötigtes Futter wird biologisch abgebaut, wobei unter anderem Ammoniak entsteht. Auch sollte darauf geachtet werden, dass das gereichte Futter noch in Ordnung ist und demnach auch noch genügend Vitamine enthält. Auch für Trockenprodukte gibt es ein Verfallsdatum, das beachtet werden sollte.